01.09.2019

01. September 2019 | „Matinee zur Keramik“ Dr. Katja Schneider, Halle/Saale – Kunsthistorikerin | Schloss Villa Ludwigshöhe, Edenkoben

„Bauhaus-Ideen auf dem Prüfstand. Die Keramikerin Marguerite Friedlaender an der Burg Giebichenstein“
Marguerite Friedlaender an der Drehscheibe, um 1928 (Foto: Hans Finsler)

Marguerite Friedlaender an der Drehscheibe, um 1928 (Foto: Hans Finsler)

Marguerite Friedlaender, Kaffeeservice, Steinzeug, 1927 (Foto: Hans Finsler)

Marguerite Friedlaender, Kaffeeservice, Steinzeug, 1927 (Foto: Hans Finsler)

Marguerite Friedlaender, Service „Hermes“ für die KPM Berlin, Porzellan, 1930

Marguerite Friedlaender, Service „Hermes“ für die KPM Berlin, Porzellan, 1930

Die Vertreibung des Bauhauses aus Weimar im Jahr 1925 konfrontierte auch die Mitglieder der Keramikwerkstatt mit neuen Aufgaben. Sie waren ihrem Lehrer Gerhard Marcks von Dornburg nach Halle/Saale an die Schule für freie und angewandte Kunst gefolgt. Dr. Katja Schneider, ehemalige Direktorin der Stiftung Moritzburg in Halle/Saale stellt die neue Herausforderung in den Fokus ihres Vortrages.

Die Keramik-Werkstatt wurde von Marguerite Friedlaender zu einer Lehr- und Produktionswerkstatt ausgebaut, deren Ergebnisse für den Verkauf bestimmt waren. Sie wurden u.a. anlässlich der Neueröffnung der Grassimesse 1929 in Leipzig präsentiert.

Als Modell für serielle Industrieentwürfe diente das frei gedrehte Einzelstück.
1927 zeigte Friedlaender auf einer Ausstellung in Berlin erstmalig ein Muster für ein gegossenes Steinzeuggeschirr.
Für die Zusammenarbeit mit der Staatlichen Porzellanmanufaktur in Berlin richtete man in Halle zusätzlich zur Keramikwerkstatt eine Porzellanwerkstatt ein, so dass Friedlaender sich auf Versuche mit Porzellan konzentrieren konnte.
1930 wurden die ersten industriell gefertigten Gebrauchsporzellane nach ihren Entwürfen gezeigt.

Datum: 01. September 2019

Uhrzeit: 11.00 Uhr

Ort: Schloss Villa Ludwigshöhe, Speisesaal

Anmeldung notwendig? Ja, bitte per E-Mail unter carmen.butenschoen(at)gdke.rlp.de

Eintritt: frei



BSA